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Chronik MGV 1825

Chronik

MGV 1825 Ludwigsburg e.V. Gemischter Chor

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1825 Zu Beginn des Jahres 1825 rief der Stadtorganist Elsässer in Ludwigsburg die Freunde des Chorgesangs zur Gründung eines Vereins auf. So entstand der Männergesangverein Ludwigsburg als einer der ältesten Chöre Schwabens. Chorleiter des neuen Vereins in Ludwigsburg war der Realschullehrer und Komponist Ernst Friedrich Kauffmann, Vereinsvorsitzender war der Stadtorganist Elsässer.1833 wurde unter der Leitung Kauffmanns das bedeutendste Werk Haydns „Die Schöpfung“ aufgeführt. Der erste Dirigent des Vereins ließ sich durch seinen Schwager Lohbauer in eine politische Verschwörung verwickeln. 1833 wurde er verhaftet und vom Amt suspendiert. Gegen Kaution wurde er zwar wieder freigelassen. 1835 saß er aber wieder auf der Festung Hohenasperg. Das Regierungsjubiläum König Wilhelms brachte 1841 eine Amnestie für politische Gefangene. So kam auch Kauffmann frei. Seine Verhaftung war aber der Anlass zur scharfen Überwachung der Gesangvereine.1841 Vornehmlich waren es in dieser Zeit drei Männer gewesen, die sich um den Verein verdient gemacht haben. Es waren die Herren Diakonus Magister Süßkind, der beim ersten Schwäbischen Sängerfest an Pfingsten in Ludwigsburg abgehalten wurde, und Hofwerkmeister Baumgärtner, der die kirchliche Silvesterfeier beim MGV einführte. Ihnen treu zur Seite stand der damalige Unterlehrer Decker, der Vorstand und Dirigent in einer Person gewesen ist, wie noch etliche Lehrer nach ihm.1848 wurde auch der Männergesangverein Ludwigsburg durch die Wirren der Revolution bedrängt. Nur durch die sichere Hand des Präzep-toratskandidaten Theodor Weihenmajer wurde der Verein aus den Fährnissen dieser politischen Strömungen herausgehalten. Zum ersten Mal wird auch der Name Männergesangverein Ludwigsburg geführt.1856 findet in Ludwigsburg ein großes Liederfest statt. Der MGV begrüßte die Gäste mit einem eigens zu diesem Anlass gedichteten und komponierten Chorsatz.1866 wurde das Chorsingen durch den Krieg mit Preußen unterbrochen. Beim Anstoss zur Wiederaufnahme der Chortätigkeit half der Stuttgarter Liederkranz mit. Er bat die Sänger dazu in die Stuttgarter Liederhalle. Damit war ein Neubeginn vollzogen.1868 Bei einem Liederfest in Esslingen erhielt der MGV unter 16 Vereinen den ersten Preis.1876 wurde am 9. Mai das Schillerdenkmal eingeweiht. Daran nahm der Verein ebenso teil wie am Sängerfest in Cannstatt, am Schwäbischen Liederfest in Schwäbisch Gmünd und am Ulmer Sängerfest.1886 beteiligte sich der MGV Ludwigsburg an der Einzugsfeier der Königlichen Hoheiten Prinz und Prinzessin Wilhelm von Württemberg am 4. Mai. Der Verein, der zu der Feier geladen war, veranstaltete einen prachtvollen Fackelzug und brachte dem hohen Paar ein Abendständchen.1890 wurde die Pfingstfahrt zu einem besonderen Erlebnis. Sie führte nach Mainz, Niederwald, Koblenz, Bad Ems und Frankfurt. Neue Freundschaften wurden mit dem Männergesangverein Mainz und dem Emser Männergesangverein Eintracht geschlossen.1891 wurde das erste Jubiläum des Vereins gefeiert. Nach der Chronik war der MGV Ludwigsburg fünfzig Jahre vorher gegründet worden. Stadt und Bevölkerung nahmen regen Anteil an diesem Jubiläum. Aus weiter Umgebung waren die Gesangvereine nach Ludwigsburg gekommen. Im gleichen Jahr feierte der Verein auch zum 100. Geburtstag von Theodor Körner. Hier wollen wir ein paar Namen nennen: Besonders war es Kommerzienrat H. Franck, der den MGV nicht nur durch ideelle, sondern auch durch namhafte materielle Beisteuerungen unterstützt hatte. Besonders hervorgehoben zu werden verdient vor allem auch der Vorstand Albert Zitzmann, der den Verein ununterbrochen von 1865 bis 1895 mit großer Umsicht und Tatkraft führte und sein reiches Wissen und Können und seine ausgezeichnete Rednergabe in den Dienst des Vereins stellte und damit wesentlich zur Aufwärtsentwicklung des Verein beigetragen hat.1898 wurde das 25. Liederfest des Schwäbischen Sängerbundes in Ludwigsburg abgehalten. Anwesend war auch der württembergische König Wilhelm II.1901 führte der MGV als großes Konzert das Werk „Columbus“ von Heinrich Zöllner im Bahnhotel, der heutigen Musikhalle auf. Der Saal war mit 800 Besuchern voll besetzt. Eine Viertelstunde nach Konzrtende gab es ein sehr starkes Erdbeben; es war ein Glück, dass alle den Saal schon verlassen hatten.1914 mussten sich die Gesangvereine der Stadt zu einer Kriegs-Sängervereinigung zusammenschließen, da zu viele Sänger an der Front waren. Dieser Chor gab aber sogar noch Kirchenkonzerte und sang in den Lazaretten.1926 war für den Männergesangverein ein bedeutsames Jahr. Es erfolgte der für das musikalische Leben der Stadt besonders wichtige Zu-sammenschluss der beiden Vereine, Männergesangverein und Oratorienverein. Der Oratorienverein, der 1902 durch Musikdirektor J. Emil Zwißler gegründet wurde, hat in den nahezu 25 Jahren seines Bestehens vielfältige Erfolge erzielen können. Seit dem Zusammenschluss tritt der MGV auch als gemischter Chor auf.1928 nahmen die Ludwigsburger Sänger an dem Wiener Sängerfest teil. Sie waren bei der Hauptaufführung dabei, als die Schubert-Hymne von 100.000 Sängern erklang.1941 wurde das „Jahr des Volksliedes“ begangen. Aber viele Vereinsmitglieder standen schon an der Front. Wie schon im ersten Weltkrieg schlossen sich die Vereine zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, die von Musikdirektor Ruck geleitet wurde. Die Chorproben wurden aber bald eingestellt.1945 fanden sich nach Ende des 2. Weltkrieges schon wieder frühere Vereinsmitglieder zusammen. Auf Befehl der Militärregierung aber sollte nur ein großer „Städtischer Chor“ gebildet werden. Die Leitung übernahm Staatskapellmeister Herold aus Stuttgart. Dieser trug den Namen „Chorvereinigung Ludwigsburg“ (siehe Chronik der Chorvereinigung Ludwigsburg). Es zeigte sich aber sehr schnell, dass die Zusammensetzung des Chores eine gedeihliche Arbeit nicht möglich machte. Die einzelnen Vereine lösten sich von der Gemeinschaft. Der Männergesangverein machte sich wieder selbständig und Richard Arnold, unter dessen erfolgreicher Leitung der Chor schon in den Jahren 1921 – 1937 stand, übernahm 1947 wieder die Leitung des ihm liebgewordenen Vereins.1951 ist Chormeister Richard Arnold plötzlich und unerwartet am 1. April verstorben. Das Festkonzert am 30. Juni, in welchem die Ode von G.F. Händel „Lob der Musik“ aufgeführt wurde, musste von seinem Nachfolger, Musikdirektor Hugo Mack, innerhalb eines Vierteljahres vorbereitet werden.1960 knüpfte der MGV erstmals Kontakte mit einem ausländischen Verein. Auf Bitten von Oberbürgermeister Frank betreuten die Mitglieder einen Chor aus der Partnerstadt Caerphilly. Die Gäste wohnten eine Woche bei den Familien der Sänger, sodass eine tiefe Freundschaft entstand. Im gleichen Jahr erhielt der MGV die Zelter-Plakette für über 100 Jahre kulturelle und gemeinnützige Betätigung im Chorwesen.1962 brachte auch eine Neuauflage der schn 1890 mit dem Mainzer Männergesangverein geschlossenen Sängerfreundschaft. Eine Abordnung des MGV Ludwigsburg gratulierte zum 125jährigen Bestehen.1963 Am 12. Juli fuhren 73 Sängerinnen und Sänger sowie die MGV-Spatzen unter Führung von Vorstand Hermann Kiesel, Hermann Dierolf und des Dirigenten R.G. Läpple nach Wales. Sie wurden von Bürgermeister Watkins und dem Dirigenten Rose empfangen. Besuche und Konzerte füllten die Tage in Wales und England aus.1966 standen im Vorstand Änderungen an. Hermann Kiesel wollte sein Amt in jüngere Hände legen. Einstimmig gewählt wurden: Als 1. Vorstand Otto Huber, als 2. Vorstand Alfred Wenzelburger und Bernnhard Essig. Im gleichen Jahr unternahmen die MGV-Spatzen ihre erste große Fahrt zu den Freunden nach Wales. Am 3. Juni wurde Kapellmeister Werner Teichmann als Nachfolger des verdienten bisherigen Chorleiters R.G. Läpple gewählt, der aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegen musste.1968 wurde der Verein unter dem Namen “Männergesangverein 1825 Ludwigsburg e.V.“ ins Vereinsregister eingetragen und gab sich wieder eine neue Satzung. Vom 12. bis 19. Juni fuhr der Chor unter Führung des Vorsitzenden Alfred Wenzelburger nach Caerphilly. Dort wurden alte Freundschaften vertieft und neue geschlossen.1969 galt es Abschied zu nehmen von Rektor Fischer, dessen Wirken den Verein und besonders die Chöre zukunftsweisend geprägt hat. Schon seit 1921 war Fischer Mitglied und von 1945 bis 1956 Vorsitzender des MGV. 1950 wurde er außerdem Vorsitzender des Schillergaues und erhielt im Jahre 1954 das Bundesverdienstkreuz.1970 Am 25.Mai führte der Chor in der Aula der Pädagogischen Hochschule Carl Orffs „Carmina Burana“ auf. Die Chöre des MGV und das verstärkte Stadtorchester haben die Komposition werkgetreu erarbeitet und ernteten dafür großes Lob für ihre bemerkenswerte Leistung, die besonders dem Leiter, Kapellmeister Werner Teichmann zu verdanken war.1971 wurde Siegfried Bauer neuer musikalischer Leiter des MGV. Er hat es verstanden, in kurzer Zeit das Vertrauen aller Sängerinnen und Sänger zu erringen.1972 Am 4. bzw. 5.November wurde unter der Gesamtleitung von Siegfried Bauer zusammen mit dem evangelischen Kirchenchor Marbach und der Kantorei der Karlshöhe unter Mitwirkung namhafter Solisten das Oratorium „Der Messias“ von Händel in der Stadthalle Marbach und der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg aufgeführt.1973 Ein musikalisches Erlebnis in diesem Jahr war das vielbeachtete Konzert in der Kirche St. Maria in Murrhardt. Auch die Winterfeier im Bahnhotel brachte wieder ein Programm, das abseits von Show und Rummel die Zuhörer erfreute.1974 vom 6.-9.Juni wurde in Göppingen das 125jährige Bestehen des Schwäbischen Sängerbundes gefeiert. m Chorkonzert am 16.November im Ratskeller standen besonders Werke von Joseph Haydn als Vorgeschmack auf die Aufführung der „Jahreszeiten“ zum 150jährigen Bestehen des Vereins auf dem Programm.1975 war ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Die Feierlichkeiten aus Anlass des 150jährigen Be-stehens sollten in musikalischer und gesellschaftlicher Hinsicht Glanzpunkte werden. Zunächst die Aufführung des Oratoriums „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn zusammen mit der Kantorei der Karlshöhe, den Stuttgarter Philharmonikern und 3 namhaften Vokalsolisten in der überfüllten Aula der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg. In der Feierstunde zum Jubiläum hielt der Präsident des Schwäbischen Sängerbundes Willy Paulus die Festansprache. Chorleiter Siegfried Bauer wurde im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände vom Präsidenten des Schwäbischen Sängerbundes der Titel „Chordirektor“ verliehen. Willy Paulus und Oberbürgermeister Dr. Ulshöfer wurden zu Ehrenmitgliedern des MGV ernannt.1976 besuchte der Chor das 17. Chorfest des Deutschen Sängerbundes in Berlin und verbrachte dort in Konzerten, Veranstaltungen und Unternehmungen erlebnisreiche Tage. Der Stadtverband der Gesang- und Musikvereine feierte am 17. September sein 10jähriges Bestehen mit einem großen Konzert im Innenhof des Schlosses.1977 gründete der MGV auf Initiative von Alfred Wenzelburger die erste Ludwigsburger Singschule mit dem Ziel, musikalischen Menschen Gelegenheit zu geben, elementare Kenntnisse zu erwerben, um in einem Chor mit gehobener Zielsetzung mitzusingen. Die Gesamtleitung der Singschule hatte Chordirektor Siegfried Bauer. 20 Damen und Herren konnten danach als neue MGV-Mitglieder gewonnen werden.1979 trat der MGV mit 2 Konzerten an die Öffentlichkeit. Leider war es das Abschiedsjahr von Siegfried Bauer. Er folgte einer Berufung der Württembergischen Landeskirche und übernahm dort Aufgaben, die ihn zwangen, die Musikalische Leitung des MGV abzugeben.1980 Neue musikalische Leiterin des MGV wurde erstmals in der Vereinsgeschichte eine Dame. Frau Annegret Voß, 35 Jahre alt, Musikpädagogin mit Studium an der Musikhochschule Detmold und Universität Münster. Sie wurde von den Chormitgliedern aus insgesamt 4 Bewerbern einstimmig berufen.1981 Zusammen mit der Sängergemeinschaft Eintracht Stuttgart (Leitung Dr. Hans-Dieter Voß), dem Stadtorchester Ludwigsburg (Leitung Siegfried Bauer) und 3 namhaften Solisten wurde die Oper „Orpheus und Eurydike“ von C.W. Gluck im Mai konzertant in Stuttgart und Ludwigsburg mit großem Erfolg aufgeführt.1983 Auch diesmal waren die Mitglieder des MGV in stattlicher Anzahl beim Chorfest des Deutschen Sängerbundes vom 16. Bis 19. Juni in Hamburg dabei. Sie wurden betreut von den Mitgliedern der „Liedertafel Frohsinn Gauert“ Ochsenwerder. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurden neue Vereinssatzungen beschlossen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Name des Vereins modifiziert, um nach außen hin zu dokumentieren, dass der Chor kein Männerchor mehr ist. Der Verein firmiert nun: „MGV 1825 Ludwigsburg e.V. Gemischter Chor“. Die Änderungen wurden am 5. August im Vereinsregister beim Amtsgericht Ludwigsburg vollzogen.1984 Im Februar unterwies Bundeschormeister Prof. Walther Schneider die Aktiven in einer eindrucksvollen Schulung in chorischem Singen, Stimmbildung und Aussprache.1985 Das Jahr des 160jährigen Bestehens ging als arbeitsintensives Jahr in die Geschichte des MGV ein: Im Februar beteiligte sich der Chor bei der Einweihungsfeier der renovierten Musikhalle in Ludwigsburg, wie auch schon bei der Erstellung dieses Hauses am 18. Dezember 1890. Die 3. Ludwigsburger Singschule unter Leitung von Annegret Voß brachte 16 neue Mitglieder. Im Mai beteiligte sich der Chor an den Feierlichkeiten des Schillergaues anlässlich der Gauchortage. Beim Jubiläumskonzert zum 160-jährigen Bestehen am 30.November in der Musikhalle Ludwigsburg wurde in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste ein anspruchsvolles Festkonzert geboten. Bürgermeister Schäfer stellte in seiner Festansprache fest: „Der MGV ist ein Juwel unter den Vereinen“. Im Rahmenprogramm traten die MGV-Spatzen unter Leitung von Bernhard Essig mit einer Einlage auf.1986 „Ein halbes Jahrhundert – Grund genug zum Feiern“ war die Devise zahlreich erschienener Ehrengäste, Gäste und Vereinsmitglieder. Sie waren am 12. Mai alle gekommen, um dem langjährigen MGV-Vorsitzenden Alfred Wenzelburger zum 50. Geburtstag zu gratulieren. Vom Oberbürgermeister Hans Jochen Henke wurde dem Geburtstagskind die vom Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Lothar Späth verliehene Ehrennadel für seine 19jährige verdienstvolle Tätigkeit als Vorsit-zender des MGV 1825 und stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbandes der Gesang- und Musik-vereine Ludwigsburg überreicht.1988 war für die musiktreibenden Vereine in Ludwigsburg ein besonderes Jahr. Am 19. März wurde das neu erbaute Kultur- und Kongresszentrum „Forum am Schlosspark“ mit einem feierlichen Festkonzert der Ludwigsburger Vereine nach der offiziellen Einweihung in Betrieb genommen. Unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Siegfried Bauer wurde von den vereinigten Chören des Stadtverbandes, dem Sinfonieorchester der Stadt Ludwigsburg und drei namhaften Solisten „Der Frühling“ aus den Jahreszeiten von Joseph Haydn aufgeführt. Im Anschluss daran konzertierten die städtischen Harmonika-Orchester unter der Leitung von Hans Rode sowie die Blasmusik-Orchester unter der Gesamtleitung von Stadtmusikdirektor José Mali. Nachdem sich die beiden Stadtverbände Kultur und Sport für die „große Lösung“ stark gemacht hatten, konnte bei der Planung erreicht werden,dass sowohl der Silchersaal für die Chorsänger und der Schubartsaal für die Musikvereine sowie eine vereinsgerechte Bühne im Bürgersaal eingerichtet wurde.1989 nahm eine stattliche Abordnung des Vereins am 38. Chorfest des Schwäbischen Sängerbundes in Ulm teil. Bei der Chorfeier des Schillergaues am 10.Juni in der Ulmer Donauhalle nahm der MGV ebenso teil wie bei der Abschlussveranstaltung der der Schillergau-Chortage bei der Landesgartenschau in Bietigheim-Bissingen am 2.Juli.Am 16. Dezember in der Ludwigsburger Friedenskirche und am 17. Dezember im Weißen Saal des Neuen Schlosses in Stuttgart fand ein großes Weihnachtskonzert statt, welches zum letzten Mal von der MGV-Chorleiterin Annegret Voß und ihrem Gatten Dr. Hans Dieter Voß geleitet wurde.1991 Bei der 166. Hauptversammlung des MGV am 8.Februar stellte Alfred Wenzelburger sein Amt als Vorsitzender nach über 25 Jahren zur Verfügung. Als Nachfolger wurde von der Versammlung in überwältigender Mehrheit Günter Renn gewählt. Alfred Wenzelburger wurde aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Am 17.Mai übernahm Ulrich Egerer die musikalische Leitung des gemischten Chores, nachdem der Nachfolger von Annegret Voß, Peter Alexander Döser, nach nur einem Jahr aus persönlichen Gründen den Dirigentenstab beim MGV niederlegte. Die lebendigen und intensiven Chorproben unter Ulrich Egerer ließen die Chormitglieder sehr schnell erkennen, dass man einen Vollblutmusiker gewonnen hatte. Im Schlosshof des Ludwigsburger Schlosses feierte der Stadtverband der Gesang- und Musikvereine Ludwigsburg sein 25jähriges Bestehen. Die Chöre des Stadtverbandes und das Ludwigsburger Sinfonieorchester standen wieder unter der Leitung von Siegfried Bauer. Ende 1991 fand unter Egerers Leitung die 5. Ludwigsburger Singschule statt, die von ihm erfolgreich gestaltet wurde und dem MGV neue Mitglieder brachte.1992 fand am 14.März unter Ulrich Egerer im Bürgersaal des Forums seine erste Jahresfeier unter dem Motto: „Hab oft im Kreise der Lieben“ statt, wo der Konzertabend ausschließlich Friedrich Silcher gewidmet war. Eine Delegation des MGV nahm am 19. Bundeschorfest des Deutschen Sängerbundes vom 29. bis 31. Mai in Köln teil. Natürlich nahmen die Sängerinnen und Sänger auch aktiv an der Chorfeier des Schwä-bischen Sängerbundes unter Leitung von Professor Walther Schneider teil. Eindrucksvoller Höhepunkt war die Abschlussfeier auf dem Roncalli-Platz vor dem Kölner Dom.1993 Am 7. Februar wurde nach intensiver Probenarbeit in der Ludwigsburger Dreieinigkeitskirche "Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in der vollbesetzten Kirche erfolgreich aufgeführt. Am 14. Oktober fand im Bürgersaal des Forums die halbszenische Aufführung von Christoph Willibald Glucks Oper „Orpheus und Eurydike“ vor vollem Haus statt. Erwähnenswert wäre noch, dass Chorleiter Egerer nicht nur die musikalische Leitung bei diesem Werk hatte, sondern auch Regie führte. Ob Kostüme, Bühnenbild oder Szenerie, alles stammte aus den eigenen MGV-Reihen.Zum Schluss des Jahres wirkte der MGV noch in der Vorweihnachtszeit bei einem Konzert in der Friedenskirche mit, wo verschiedene Bachkantaten auf dem Programm standen. Dieses Konzert wurde zuvor in Wildberg und Auenwald aufgeführt.1994 Am 24. April fand in der vollbesetzten Friedenskirche das Eröffnungskonzert anlässlich der Gauchortage Ludwigsburg des Schillergaues statt. Unter Leitung von Ulrich Egerer und Klaus-Peter Ammer konzertierten gemeinsam der Liederkranz Pflugfelden, Harmonie-Frohsinn und der MGV 1825 Ludwigsburg. Auf dem Programm stand die Mozart-Messe in C-Dur und der 2. Teil aus dem „Messias“ von G.F. Händel. Am 8. Oktober fand im Bürgersaal die Jahresfeier unter dem Motto: „Der Zigeunerbaron“ statt. In der Zeit vom 29. Oktober bis 3. November unternahm eine stattliche Gruppe des gemischten Chores gemeinsam mit dem Wildberger Kirchenchor und dem Ebersberger Oratorienchor eine Konzertreise nach Tschechien und Polen. Unter der bewährten Leitung von Ulrich Egerer trat man bei zwei Kirchenkonzerten in Weichsel/Polen und Trinec/Tschechien als „Schwäbischer Oratorienchor“ auf. Egerer leitete nicht nur souverän die Chorgemeinschaft, sondern glänzte zusätzlich auch als Violin- und Bass-Solist. Auf dem Hinweg hatten die insgesamt 61 Reiseteilnehmer Gelegenheit, die „Goldene Stadt“ Prag mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen. Die Rückfahrt führte über Wien, wo nach Gelegenheit bestand, eine Menge der Wiener Luft und Charme zu spüren.1995 Beim Tag der Musik am 9. Juli trat der MGV in Kammerchorstärke in der Ordenskapelle auf. Die teilnehmenden Sängerinnen und Sänger ließen sich von Johann Sebastian Bachs Kaffeekantate „Schweiget stille, plaudert nicht“ begeistern. Ein Tag mit Musik an einem herrlichen Sommertag an allen schönen Plätzen des „Blühenden Barocks“ und im Ludwigsburger Schloss. Am 22. Oktober konzertierte der MGV erstmals im Theatersaal des Forums. Zur Aufführung kam das Werk von W.A. Mozart: „Thamos – König in Ägypten“. In diesem Drama mit Chören und Zwischenaktmusiken wurden bei der halbszenischen Aufführung die dramatischen Texte von Schauspielern der Novalis-Bühne ind Stuttgart kultiviert vorgetragen. Der Chor trug wieder Kostüme, die wieder ausnahmslos selbst geschneidert wurden.1996 wurden vor ausverkauftem Haus im Bürgersaal des Forums bei der Jahresfeier des MGV Auszüge aus Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical „Phantom der Oper“ dargeboten. Bei dieser erfolgreichen Aufführung wirkten neben dem gemischten Chor des MGV der Realschulchor „Young Voices“ aus Besigheim, die Mattanja-Band, 3 Vokalsolisten und das 2. Orchester der Harmonika-Gemeinschaft Ludwigsburg mit. om 16. Bis 24. März 1996 fand die vom Kulturamt der Stadt und dem Stadtverband der Gesang- und Musikvereine anlässlich des 30jährigen Jubiläums ins Leben gerufene Ludwigsburger Kulturinitiative mit dem faszinierenden Gemeinschaftswerk „Carmina Burana“ bei fünf ausverkauften Vorstellungen im Theatersaal des Ludwigsburger Forums statt, welcher im Oktober des gleichen Jahres noch drei weitere zusätzliche Vorstellungen folgten. Dieses Ereignis, bei welchem unter der Leitung von Siegfried Bauer und Rainer Kittel die Chöre des Stadtverbandes, der Kantorei, namhafte Solisten, das Ludwigsburger Sinfonieorchester sowie Tänzerinnen und Tänzer der Kunstschule Labyrinth, das Kornwestheimer anzensemble Regine Lipp sowie das Ludwigsburger Bürgertheater gemeinsam auftraten, hatte alle Erwartungen grandios übertroffen. Für die Chronik bleibt festzuhalten, dass der MGV die meisten Aktiven der Chöre des Stadtverbandes stellte und Ulrich Egerer der einzige Chorleiter der Ludwigsburger Chöre war, der als aktiver Sänger bei diesem Projekt mitwirkte.1997 Am 22. November fand im Bürgersaal die Jahresfeier statt, die diesmal das Motto „Zigeunerleben“ trug. Man musizierte u.a. die Zigeunerlieder von J. Brahms. Bei dieser Jahresfeier des MGV auf hohem Niveau wirkte neben dem gemischten Chor ein Solistenquartett mit jungen Vokalsolisten sowie das Klavierduo Ute Rademacher und Holger Spegg mit, die am großen Bösendorfer-Flügel eine furiose Interpretation der slawischen Tänze von Dvorak darboten. Im geselligen Teil wirkte das Trio Bandoneon mit.1998 Bei einem Kirchenkonzert am Palmsonntag, 5. April führte der MGV in der Kirche der Karlshöhe das Requiem in d-moll von Luigi Cherubini für Männerchor sowie das Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi für Frauenchor auf. Der Frauenchor des MGV trat gemeinsam mit dem Schulchor der Realschule Besigheim auf. Bei diesem Kirchenkonzert gab das von Ulrich Egerer gegründete „Ludwigsburger Kammerorchester“ sein Debüt.Der Projektchor des Schillergaues, bei dem einige Aktive des MGV mitwirken, trat am 14. November in der Friedenskirche auf, um das unvollendete Chorwerk um die Geburt und das Leiden Chisti beim Oratorium „Christus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit großem ‚Erfolg aufzuführen. Das Konzert wurde am folgenden Sonntag in Backnang wiederholt.1999 Zu einem Festival von besonderem musikalischen Glanz wurde das am 7. Februar in der Ludwigsburger Musikhalle aufgeführte „1. Ludwigs-burger EURO-Konzert“, bei der Jahresfeier des MGV. Dazu hatte Ulrich Egerer mit dem gemischten Chor und dem famosen Blechbläser-Ensemble Ammersee 16 Hymnen von den in der Europäischen Union vereinten Ländern einstudiert. Die Nationalhymnen wurden jeweils original in acht europäischen Sprachen dargeboten. Bei der 174. Jahreshauptversammlung am 23. April standen Änderungen in der Vorstandschaft an. Günter Renn, der in den letzten 8 Jahren MGV-Vorsitzender war, stellte sein Amt aus privaten Gründen zur Verfügung. Zu seinen Nachfolgern wurde ein Vorstandstrio, bestehend aus Rudolf Rohrer (Vorstandssprecher), Marie-Luise Haag und Dr. Siegmund Seybold gebildet. Mit einer stattlichen Delegation fuhr der MGV zum 39. Chorfest des Schwäbischen Sängerfestes nach Ulm, das anlässlich des 150jährigen Bestehens des SSB in der Donaustadt stattfand. Das Oratorium „Christus“ wurde vom Projektchor des Schillergaues nochmals in der Pauluskirche aufgeführt.



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